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Das Oloid wurde Anfang der 1930er Jahre von Paul Schatz, auf Inspirationen Rudolf Steiners hin, erfunden. Es ist das bekannteste seiner vielen Objekte und Schöpfungen, die sich mit den platonischen Körpern und deren Umstülpungen befassen. Neben der Turbula und dem Schüttelmischer „System Schatz“ hat es die weiteste Verbreitung in Technik und Industrie gefunden. Es steht für eine mögliche, vollkommen andere, neue Technik, die nicht zerstörend, sondern aufbauend wirkt – heilsam kann diese indes nur werden, wenn „zugleich eine selbstlose soziale Ordnung angestrebt wird.“ (Steiner, 12. Okt. 1918).

Die Entstehung des Oloids ist denkbar aus der Bewegung bei der Umstülpung des Würfels. Es stellt eine „Raumspur“ der Bewegung der Gelenkkette des Würfels während der Umstülpung dar. Seine Form, die entfernt an ein Ei erinnert, ist nach unserem Kenntnisstand die einzige, die bei Drehung ihre komplette Oberfläche abrollt. Die taumelnde Bewegung hinterlässt dabei die typische Mäanderform, die schon darauf hinweist, dass das Oloid einen Bezug zum Lebendigen, zum Beispiel zum Wasser hat. So wird es etwa an vielen Orten auf der Welt für Wasserbelüftung und Wasser-Reinigung eingesetzt – neben einem sehr geringen Energie-Aufwand besticht es durch die Harmonisierung und Verlebendigung, wo immer es verwendet wird.

Unsere Oloide sind Handschmeichler aus Marmor in den Größen S, M und L (ca. 4 x 3 cm, 6,5 x 4 cm und 7,5 x 5). Auf einer glatten Oberfläche zeigen sie deutliche ihre taumelnde Bewegung, in der Hand gehalten regt die besondere Gestalt immer wieder den Forschergeist an und auf einem Schreibtisch abgelegt helfen sie, wenn Inspiration nötig ist. Weil sie so klein sind, lassen sie sich ohne weiteres in der Hosentasche oder im Aktenkoffer mitnehmen und stehen so als Hilfe zur Verfügung, wenn man Probleme „wälzen“ will. Aufgrund von Maserung und Zeichnung des verwendeten Marmors ist jedes Oloid einzigartig.